Auf der Museumsinsel Berlin, im Nordflügel des Pergamonmuseums, zeigt das Museum für Islamische Kunst vom 26. Januar 2012 bis zum 9. April 2012 in Kooperation mit der Saudi Commission for Tourism & Antiquities die Ausstellung „Roads of Arabia. Archäologische Schätze aus Saudi-Arabien”.
Sie findet in Deutschland unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Christian Wulff und des saudi-arabischen Königs Abdullah ibn Abd al-Aziz Al Sa’ud statt. Partner der Ausstellung sind die Botschaft des Königreichs Saudi-Arabiens und die Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft DAFG.

Grabstele mit aramäischer Inschrift, "Augenstele" (5. - 4. Jh. vor Chr.) © Tayma Museum
Das archäologische Erbe Saudi-Arabiens wird gegenwärtig in Europa präsentiert. Nach Paris, Barcelona und St. Petersburg wird die Ausstellung in Deutschland nur in Berlin gezeigt. Zu den ca. 400 einzigartigen archäologischen und kulturhistorischen Artefakten gehören neben den Leihgaben aus Saudi-Arabien zahlreiche Objekte der Staatlichen Museen zu Berlin, der Staatsbibliothek zu Berlin und privater Leihgeber.
Die Ausstellung ist kulturpolitisch eine Sensation und präsentiert bisher vollkommen unbekannte spektakuläre Zeugnisse der Vor- und Frühgeschichte, des antiken Saudi-Arabiens und der islamischen Zeit: erste Faustkeile, 6000 Jahre alte anthropomorphe Stelen, monumentale ägyptisierende Kolossalstatuen, bezaubernde Glas- und Metallarbeiten der römischen Antike, sowie Objekte der Keramikrevolution der islamischen Frühzeit. Besondere Highlights sind erstmals in Deutschland zu sehende Objekte der Kaaba und der Stadtgeschichte von Mekka. Die kulturhistorische Präsentation des religiösen Zentrums des Islam, aber auch die Präsentation der Objekte als solche sind von enormer kulturpolitischer Bedeutung. Als roter Faden ziehen sich Handels- und Pilgerrouten durch die Ausstellungspräsentation, entlang derer über Jahrtausende kultureller Austausch stattfand.

Tür der Kaaba, Silberblech auf Holzkern (vermutlich Türkei) © National Museum, Riyadh
Deutsche Forschungsprojekte der Orientabteilung des Deutschen Archäologischen Instituts, des Zentrums Moderner Orient und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Saudi-Arabien werden in einem Ausstellungsraum als internationale Wissenschaftskooperation Berliner Institutionen präsentiert. Auch wird ein reiches Begleitprogramm zur Kulturgeschichte der Arabischen Halbinsel angeboten.
Zur Ausstellung erscheint im Wasmuth Verlag Tübingen die Publikation Roads of Arabia – Archäologische Schätze aus Saudi-Arabien. Der Band mit ca. 320 Seiten und ca. 370 Abbildungen wird herausgegeben vom Museum für Islamische Kunst – Staatliche Museen zu Berlin. Zu den Autoren zählen neben Ali al-Ghabban auch unsere Mitglieder Ute Franke, Joachim Gierlichs und Stefan Weber.


