Stiftung Gingko Library

Artikel vom 3. März 2016 zuletzt geändert am 18. November 2016

Unsere gesellschaftsinterne Liste "Mitglieder und ihre Interessen" ist dazu bestimmt, gegenseitige Kontakte zu fördern. Man findet darin neben den Adressdaten u.a. spezielle Interessen auf dem Gebiet der Is­lamischen Kunst und Kultur. Wir möchten hier ein wenig mehr über das Leben und besondere Aktivi­täten einzelner Damen und Herren vorstellen, die zum Freundeskreis der Gesellschaft gehören.

Die Stiftung Gingko Library

Die Stiftung – Gingko Library wurde im Juni 2015 von unserem Mitglied Barbara Haus Schwepcke gegründet, um die Ziele und Aktivitäten der Gingko Library zu unterstützen, die mit der Nummer 1158548 am 12. September. 2014 in das Register of Charities von England und Wales eingetragen wurde. Im Juli 2015 wurde die Stiftung vom Finanzamt München als gemeinnützig anerkannt. Alle Spender erhalten eine Bestätigung über die Geldzuwendung, die sie steuerlich geltend machen können.
Die Gingko Library ist ein gemeinnütziges Projekt, das den Dialog zwischen Dichtern und Denkern aus West und Ost bei einer jährlichen Konferenz fördert und die Ergebnisse dieses Austauschs in Buchform der Öffentlichkeit zugänglich macht. Im Jahr 2014 gegründet, ist die Gingko Library der Erinnerung an Werner Mark Linz gewidmet, der als in Köln gebürtiger Gründer des Continuum Verlags in New York und dann als Director der American University in Cairo Press viele Brücken zwischen den Kulturen gebaut hat und dafür mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde. Barbara Schwepcke ist Mitglied unserer Gesellschaft.
Die Gingko Library ist benannt nach dem wohl berühmtesten Gedicht in Johann Wolfgang von Goethes West-östlichen Divan, seiner Hommage an den Persischen Dichter Hafez und die islamische Kultur. „Alles hat seine Zeit!“. Mit diesem Zitat aus dem Buch der Prediger beginnt Goethe die „Noten und Abhandlungen zu besserem Verständnis des West- östlichen Divans“. Goethe hielt offensichtlich die Zeit für gekommen, mit der europäischen Tradition zu brechen, die ihr Selbstverständnis immer auch aus der Abgrenzung gegen den Osten gewonnen hatte. Und mit dem West-östlichen Divan unternahm er einen sehr persönlichen Versuch einer Welterweiterung durch Annäherung an das Fremde, Aneignung des Andersartigen und Vermittlung seiner Eigentümlichkeiten. Auch heute leben wir in einer Zeit, da der Osten oft als fremdartige Bedrohung für den Westen erscheint. Die Gingko Library hat daher beschlossen, die goethesche Idee eines Diwans (das persisch-arabische Wort für Versammlung) von Dichtern und Denkern aus Ost und West, fortzusetzen. (Sophia Hackel)