Die auf rund hundertfünfzig Seiten geschilderten „Fünf Tage und Nächte“ reißen den Leser hinein in einen überschäumenden Strudel unmittelbar berührender Erlebnisse. Schon während der langen Zug- und Busfahrt von Lahore in das ca. 1000 km südlich gelegen Sehwan lernt man Menschen kennen, denen man selbst nie begegnen wird, ist gefangen von Sprachen und Geräuschen, allerlei Getier – etwa dem kleinen Wasserbüffel der den Zugang zum Abort verstellt – und der Bemühung, im Chaos von Hitze, Gestank und Lärm etwas Ruhe zu finden.
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Die schwarze Tulpe
Artikel vom Dienstag, 27. Oktober 2009 in Rubrik BuchbesprechungenNicht der historische Roman von Alexandre Dumas mit diesem Titel (1850) ist hier anzuzeigen, sondern ein sehr persönliches Buch über eine Wallfahrt nach Mekka. Autor ist der Allianz Gastprofessor für Islamische Studien, Enes Karic, der in den beiden vergangenen Semestern Vorlesungen über den Koran an der Ludwig-Maximilians-Universität München gehalten hat.
Moscheen in Deutschland
Artikel vom Sonntag, 25. Oktober 2009 in Rubrik BuchbesprechungenDer Neubau von Moscheen gehört zu den Reizthemen in den deutschen Medien, nicht – wie ich meine – der deutschen Öffentlichkeit, da vornehmlich die teils echte, teils gespielte Erregung einer Minderheit kolportiert wird. In Deutschland besteht nämlich ein Grundkonsens, dass jeder Religionsgemeinschaft ein Recht auf würdige Andachtsstätten zusteht. “Widerstände“ entstehen aus Befindlichkeiten mit nachgeordneten Ursachen.
Gold auf Lapislazuli
Artikel vom Donnerstag, 15. Oktober 2009 in Rubrik BuchbesprechungenWenn Claudia Ott – die wohlbekannte und erfolgreiche Übersetzerin von Tausendundeine Nacht – nun in einem schmalen Band Die 1oo schönsten Liebesgedichte des Orients versammelt, darf darin das Hohe Lied Salomos ebenso wenig fehlen wie Lyrik aus den Nächten, moderne arabische Dichter (etwa Amal al-Jubouri, geb. 1967) in Otts eigenen Übersetzungen.


