Übersicht «Aktuell»

Verleihung des Annemarie Schimmel-Preises 2010

Artikel vom Samstag, 23. Januar 2010 in Rubrik Vorträge

Feierliche Verleihung des Annemarie Schimmel-Preises an Christoph Knüttel, München am Montag, 8 Februar 2010 um 18 Uhr im Vortragssaal des Museums für Völkerkunde München, Maximilianstr.42. Thema des Festvortrags:

Bagdad – von Gott geschenkt.
Die Stadt der Könige und Kalifen
Christof Knüttel

Die Veranstaltung mit Ansprachen von PD Dr. Jürgen Wasim Frembgen und der Laudatio von Prof. Dr.Claus-Peter Haase wird von der iranischen Gruppe Hadi Alizadeh und Faruk musikalisch umrahmt.


Am Schrein des roten Sufi

Artikel vom Samstag, 26. Dezember 2009 in Rubrik Buchbesprechungen

Sehwan Scharif ist heute eine Stadt mit 40.000 bis 50 000 Einwohnern in der Provinz Sindh, Pakistan, am westlichen Ufer der Flusslandschaft des Indus, etwa 100 km nördlich von Hyderabad. Etwa gleich weit nördlich liegt die Wiege der Induskultur, Mohenjo-Daro.

Jürgen Wasim Frembgen Am Schrein des roten Sufi. Fünf Tage und Nächte auf Pilgerfahrt in PakistanDer Name der Stadt leitet sich von einem uralten hinduistischen Shiva Heiligtum (Sehwan = Shivistan)1) ab, wovon heute noch ein heiliger Stein, ein Shiva Lingnam erhalten ist. Wohl Anfang des 13. Jh. lässt sich hier ein in Marwand (Iran) geborener und 1274 in Sehwan gestorbener berauschter Mystiker nieder, der strengste Askese übt. Er gehört zu der im ostiranisch-mittelasiatischen Raum etwa in dieser Zeit entstandenen Bewegung der Qalandar (Kalender) Sufis 2); sein Name3) Scheich Usman Marwandi. Er soll zahlreiche Wunder gewirkt haben, ist von vielen Legenden umgeben – z.B. habe er seine Pilgerfahrt nach Mekka auf unterirdischen Gängen unternommen – und trägt seinen Ehrennamen „roter Königsfalke“ (Lal Schahbas) nicht nur wegen der Farbe seiner Kleidung – Rot ist die Farbe der Liebesglut -, sondern vornehmlich, weil er von einem der höchsten Hügel der Umgebung in Gestalt eines Falken in den Pandschab geflogen sein soll. Von ihm wird der Ausspruch überliefert „Ich weiß nichts außer Liebe, Rausch und Ekstase“. Sein Grabheiligtum war dafür berüchtigt, dass sich „seltsame Gruppen von Sufis, solche, die das Religionsgesetz nicht achteten“, dort sammelten. Diese „in Schwarz gekleideten malangs vertreten den unheimlichen Aspekt des Sufismus“ und die „jährliche Feier in Sehwan, die vom 18. bis 22. Shaban 4) stattfindet, war für ihre Ausschweifungen berüchtigt“ 5), so Annemarie Schimmel. Anlässlich ihres ersten Besuchs in dieser Gegend, Anfang der sechziger Jahre des 20. Jh., bemerkte sie, dass die Stadt „noch immer einen Anziehungspunkt für wandernde Derwische bildet – freilich besonders für solche, die sich den offiziellen religiösen Geboten des Islam entziehen und ein seltsam ungeregeltes Leben führen. Es schien nicht angebracht, daß ich diesen Platz besuchte“ 6). Dreißig Jahre später, nach zahlreichen Reisen in Pakistan, offenbart sie den Grund für ihre frühere Zurückhaltung: „Es gab verträumte kleine Plätze, die unendliche Ruhe ausstrahlten, und es gab jenes Heiligtum, das zu besuchen mir nicht gelang, da meine etwas orthodoxe pakistanische „Familie“ in Karachi es unpassend fand, daß ich einen solchen “Ort der Verderbnis“ sah“. In die Zeit, als die Sindhi-Kultur unter Z. A. Bhutto in Pakistan etwas mehr in den Vordergrund trat, „fiel auch mein erster Besuch in Sehwan – das lang ersehnte geschah im Herbst 1974.“ Sie widmet der Episode zwar nur anderthalb Seiten, schließt jedoch das Kapitel mit Anmerkungen, die von starken Eindrücken zeugen und jenseits ihrer sonst zurückhaltende Diktion liegen: “An jenem glühend heißen Tag (43°) war es nicht nötig, die Derwische singen zu hören, ihren Tanz zu sehen. Die Luft schien auch ohne dies aus Feuer zu bestehen. Wir warfen einen kurzen Blick nicht nur in die bunt ausgemalten Derwischzellen, sondern auch in die Tiefen des mysterium tremendum und spürten jenen Wind, der dem Menschen die Haut absengt, ihn ganz und gar entselbst …“ 7) .

Der Ethnologe Frembgen – er hat Pakistan wohl ebenso oft bereist wie Frau Schimmel – erwartet von diesem Ort andere Erfahrungen, von „rauschhaften Erlebnissen in der Menge der Gläubigen, von der Entdeckung eines neuen Gedächtnisortes, eines realen Ortes, der zu einem inneren Ort werden könnte“. Den letzten Anstoß – quasi den Auftrag – zu der im Buch beschriebenen Reise, erhält er beim Besuch des Qalandar-Heiligen Lala Dshi Sarkar, der seit vielen Jahren auf dem „Berg der Berauschten“, etwas südlich des Wallfahrtsortes Nurpur (ca. 240 km westlich von Lahore) lebt.

Die dann auf rund hundertfünfzig Seiten geschilderten „Fünf Tage und Nächte“ reißen den Leser hinein in einen überschäumenden Strudel unmittelbar berührender Erlebnisse. Schon während der langen Zug- und Busfahrt von Lahore in das ca. 1000 km südlich gelegen Sehwan lernt man Menschen kennen, denen man selbst nie begegnen wird, ist gefangen von Sprachen und Geräuschen, allerlei Getier – etwa dem kleinen Wasserbüffel der den Zugang zum Abort verstellt – und der Bemühung, im Chaos von Hitze, Gestank und Lärm etwas Ruhe zu finden.

Am Ziel werden die Verhältnisse keineswegs erträglicher, auch wenn die Freiheit selbständiger Erkundungen von Örtlichkeiten und Ereignissen hinzukommt. Frembgen hat viele hilfreiche Freunde im Lande, die ihm auch in seiner „zweiten Heimat“ 8) weiterhelfen, ihn zu wichtigen Persönlichkeiten (Piirs) führen oder einen Schlafplatz auf den Dach eines Hauses finden lassen. Er kann sich in den gängigen Sprachen und Dialekten verständigen, erfährt viele Hintergründe, die er an den Leser unaufdringlich weitergibt; nie wirkt er belehrend. Das Auge des Ethnologen bleibt stets wach, lässt sich weder durch die ganz selbstverständlich angebotenen Rauschmittel, noch das unaufhörliche Dröhnen der Kesselpauken vernebeln. Der Verstand bleibt auf möglichst vollständige Dokumentation bedacht, trotz unvorstellbarer körperlicher Strapazen in der Masse vieler hunderttausend Pilger.

Auf dem Weg zu einer Verabredung: „… wie gerne würde ich ausruhen, doch es geht weiter. … ein Junge öffnet und führt uns in einen dunklen Innenraum, in dem ein nackter, nur mit einem schwarzen Lendentuch bekleideter Asket an der Wand auf dem Boden sitzt, gestützt auf ein Kissen. Er ist an Hals, Armen und Beinen wie ein Gefangener in schwere Eisenketten gelegt.“ Zu müde, zunächst genauer zu fragen, erfährt Frembgen später, der Asket trage die Ketten einem Gelübde folgend aus Verehrung für den Qalander seit seinem 18. Lebensjahr. In der Nähe des Heiligtums fragt sich der Autor, was der besessene Tanz einer Gruppe schöner Frauen bedeuten könnte, die mit ihren langen Haaren quasi den Boden fegen. „Wird durch die Präsenz und Macht des Qalandars ein übelwollender Geist ausgetrieben? Kämpft der Geist des Heiligen im Körper dieser Frauen mit einem Dämon?“ Andere Frauen tanzen in gelösten Bewegungen zum Klang von Trommeln und Rasseln. Ein Helfer sammelt Geld ein. Sind es professionelle Tanzmädchen?

Die Bilder jagen sich in den fünf Tagen; der Leser erlebt hautnah Teehäuser, Garküchen und ihre Angebote, die Mühe, einen Pilgerstrom in engen Straßen zu kreuzen, Begegnungen mit lockenden Hidschras (Angehörigen des „dritten Geschlechts“), die Farbenglut der Tanzgewänder, orgiastische Klänge der Trommeln, aber auch mystische Gesänge, Derwische aller Gestalt und Herkunft, Gespräche mit Frembgens Gastgebern und Gefährten, Szenen im „Tivoli“, bedrängte Nächte mit zu wenig Schlaf, das unverhoffte Wiedersehen mit alten Freunden, Mitleid mit gequälter Kreatur, die Erfahrung gütiger Menschen und der Nähe Gottes.

Selten las ich einen derart lebendigen Bericht; er ist dicht und packend, kein Wort zu viel, jeder Satz enthält eine willkommene Information. Vermisst man im Buch auf den ersten Blick Fotos, erkennt man bald, dass selbst ein ausführlicher Bildband nicht mehr Informationen bieten könnte, als die genauen und bildhaften Schilderungen des Autors. Das beigegebene ausführliche Glossar ist außerdem hilfreich.

Frembgen, selbst Muslim und ausgewiesener Kenner des Derwischtums, versteht seinen Bericht nicht nur als wissenschaftlich fundierte Darstellung einer „Welt des Archaischen, Magischen und Körperlichen“. Sondern er stellt dem Leser auch einen Islam vor, „der von Vertrauen, Toleranz, Gemeinschaftsgefühl, Trance und rauschhafter Spiritualität geprägt ist, eine lebensfrohe Gegenkultur zur Freudlosigkeit strenggläubiger Muslime“. „Ist nicht die Liebe der glühende Kern des Islam?“. Solche Aspekte diskutiert der Autor am Schluss des Buches in einem wohl teilweise fiktiven Gespräch mit Reisegefährten während der fast zwei Tage dauernden Zugfahrt nach Lahore. Es geht da sehr offen um Gesetzesvorschriften des Islam, die Legitimität von Tanz und Musik, die Frage ob Moscheen heute noch das „Haus Gottes“ sind, die Wirklichkeit „verschiedener Wahrheiten“ im Islam, die Macht der Mullahs und den Einfluss von Koranschulen, um die Taliban und bombenwerfende Extremisten. Die heftigen Diskussionen im Zug enden versöhnlich.

Doch der Leser fragt sich angesichts der Vorgänge im Norden Pakistans, ob ein solches – vom „Volksislam“ geradezu berstendes – Pilgerfest in Sehwan auch in Zukunft noch möglich sein wird?

Jürgen Wasim Frembgen Am Schrein des roten Sufi. Fünf Tage und Nächte auf Pilgerfahrt in Pakistan, Waldgut Verlag Frauenfeld 2008, 166 S., eine Karte, brosch., ISBN 978-3-03740-389-1, 16,00 €. Dr. J.W. Frembgen ist Privatdozent, u.a. an der LMU München, Leiter der Orientabteilung des Staatlichen Museum für Völkerkunde München und Mitglied unserer Gesellschaft. (WJP)

1) Annemarie Schimmel, Mystische Dimensionen des Islam, Diederichs München 1992; 2) J. W. Frembgen, Reise zu Gott. Sufis und Derwische im Islam, C.H.Beck München 2000; 3) Man findet verschiedene Schreibweisen. EI 2 enthält kein eigenes Stichwort. Hier wird die Schreibweise des Autors verwendet; 4) Der siebte Monat im islamischen Mondjahr. Schimmel gibt fälschlich das Datum 18. bis 20. Shawwal an; 5) Schimmel 1992; 6) Annemarie Schimmel, Pakistan. Ein Schloss mit tausend Toren, Füssli Zürch 1965; 7) Annemarie Schimmel, Berge, Wüsten, Heiligtümer. Meine Reisen in Pakistan und Indien, C.H.Beck München 1995; 8) Aus der Website des WDR, mit der ein Film über Frembgens Pilgerfahrt ankündigt wird: www.wdr.de/tv/weltweit/sendungsbeitraege/2009.


Muqarnas

Artikel vom Samstag, 26. Dezember 2009 in Rubrik Nachrichten

Als legitimen Nachfolger der legendären Zeitschrift für die Kunst und Architektur der islamischen Länder ARS ISLAMICA 1) wird man wohl MUQARNAS. An Annual on Islamic Art and Architecture 2) bezeichnen können. ARS ORIENTALIS 3) und ISLAMIC ART. Studies on the Art and Culture of the Muslim World 4) sind aus mehreren Gründen nicht vergleichbar.

Erwähnen sollte man in diesem Zusammenhang jedoch die beiden einzigen deutschsprachigen Vertreter des Genres, die aber Geschichte sind. €

  • Zunächst Das Orientalische Archiv. Illustrierte Zeitschrift für Kunst, Kulturgeschichte und Völkerkunde der Länder des Ostens, die in den Jahren 1910 bis 1912 vierteljährlich (!) bei Hiersemann, Leipzig, erschien und von Hugo Grothe herausgegeben wurde. Sie ist in ihrem „regionalen“ Umfang – wohl der Definition des „Morgenlandes“ der DMG verpflichtet – am ehesten mit ARS ORIENTALIS vergleichbar, enthielt aber auch Elemente, für die heute andere Publikationen stehen. Die insgesamt 12 erschienen „Hefte“ gehören inzwischen zu den antiquarische Kostbarkeiten. €
  • Ferner die Kunst des Orients, begründet und einige Jahre herausgegeben von Ernst Kühnel (später von Klaus Brisch und Richard Ettinghausen) und vom Franz Steiner Verlag, Wiesbaden, verlegt, beschäftigte sich praktisch ausschließlich mit der Islamischen Kunst und Architektur. Die Zeitschrift erschien von Herbst 1950 bis 1980 in insgesamt nur 15 opulenten Heften.

Gemeinsam ist und war allen genannten Publikationen ein sehr hohes Niveau, was Redaktion, Autoren, Text, Apparat, Abbildungen und Gestaltung angeht. Die von einem prominenten Mitglied der Gesellschaft vorgeschlagene – und Ende der neunziger Jahre im Vorstand diskutierte – „Transformation“ von EOTHEN in eine Zeitschrift für Islamische Kunst, konnte angesichts solcher Konkurrenz am „Weltmarkt“ keine Chance haben – was hier schon eher als Kuriosität angefügt sein mag.

Im eben erschienen Band XXVI von MUQARNAS gibt es drei bemerkenswerte Beiträge, die für die Mitglieder der Gesellschaft interessant sind. €

  • Prof. Avinoam Shalem hat dankenswerterweise zusammen mit einem Dozenten der Universität Paris-Sorbonne, Jean-Pierre Van Staevel, einen Text herausgegeben, den Prof. Marianne Barrucand zur Grundlage ihres für den 12. Juli 2008 vorgesehenen Vortrages der Gesellschaft in der LMU konzipiert hatte. Da sie damals bereits zu krank war, um die Reise nach München anzutreten, hatte sie Avinoam Shalem gebeten, den übersandten Text zu verlesen. Am 25. Juli starb Frau Barrucand. Es handelt sich um eine vorbereitende Veröffentlichung zu dem umfangreichen Material, das der wissenschaftlichen Öffentlichkeit in einem für Ende 2009 geplanten Werk über die Ausgrabungen der Autorin in Tunesien vorgestellt werden soll. Marianne Barrucand und Mourad Rammah, Sabra al-Mansuriyya and Her Neighbors during the First Half of the Eleventh Century: Investigations into Stucco Decoration, SS. 349-376, 6 s/w Abb. und Pläne, 64 farb. Abb. €
  • In einem Cumulative (Chronological) Index of Articles werden alle in den vorangegangenen 25 Bänden von Muqarnas veröffentlichen Beiträge gelistet. Ihre Autoren sind – so könnte man etwas überprononciert sagen – durch eine Veröffentlichung in Muqarnas „zur Ehre der Altäre“ erhoben. Interessant – und für unsere zwanzigjährige Gesellschaft ehrenvoll anzumerken – ist dabei, wie viele Freunde, Referenten und Mitglieder unserer Gesellschaft sich unter den Autoren befinden; sie können leider hier nicht aufgezählt werden. €
  • Zu dieser Ehre hat es nun auch Marcus Schadl gebracht, der z.Zt. Prof. Shalem am Institut für Kunstgeschichte der LMU vertritt und bereits zweimal mit Vorträgen Gast der Gesellschaft war. In Muqarnas XXVI findet sich sein Beitrag The Shrine of Nasir Khusraw: Imprisoned Deep in the Valley of Yumgan, SS. 63-93, 21 s/w Abb. (WJP)

1) ARS ISLAMICA, die halbjährlich erschienene und zunächst 1934 von Mehmet Aga-Oglu, bald von Richard Ettinghausen, herausgegebene Zeitschrift war eine Publikation des Research Seminary in Islamic Art der Universität von Michigan in Ann Arbor. Leider stellte sie nach 16 Volumes 1951 ihr Erscheinen ein. Von wenigen Original-Einzelheften abgesehen, gibt es im Handel nur noch einen in Deutschland bei Schmidt Periodicals hergestellten Nachdruck des Gesamtwerks.
2) MUQARNAS erschien 1983 und 1984 zunächst bei Yale University Press, und wird seit 1985 von Brill, Leiden, verlegt. Der erste Herausgeber war Oleg Grabar, die derzeitige Herausgeberin ist Gülrü Necipo¢lu. Von Anfang an wurde MUQARNAS von den Aga Khan Stiftungen gesponsert. Wohl auch deshalb ist ihr edles „Outfit“ in weinrotem geprägten Ganzleinen mit Schutzumschlag einzigartig im Reigen dieser Publikationen.
3) ARS ORIENTALIS gilt zwar als die Fortsetzung von ARS ISLAMICA.. Doch umfaßt die seit 1954 und heute noch beim Department of the History of Art, University of Michigan, and the Freer Gallery of Art, Smithsonian Institution betreute, (zuletzt) jährlich erscheinende Zeitschrift „the art and archaeology of Asia, including the ancient Near East and the Islamic world“, ist also nicht primär auf die islamische Welt ausgerichtet. Als vorläufig letzter Band ist nun Volume 36 (2006) erhältlich.
4) ISLAMIC ART, von den Herausgebern Ernst J. Grube und seiner Gattin Eleanor Sims gut betreut und von Oxford University Presse verlegt, erschien erstmals 1981, sollte danach jährlich herauskommen, hat aber bisher (2001) nur fünf umfangreiche Bände erreicht; Band 6 ist für März 2010 angekündigt. Wichtig ist allerdings der Supplementband I, von Ernst J. Grube und Jeremy Johns The painted Ceilings of the Cappella Palatina (2005).


Schönheit aus 1001 Nacht

Artikel vom Samstag, 26. Dezember 2009 in Rubrik Vorträge

Sie und Ihre Freunde sind zu unseren Vorträgen, die in Zusammenarbeit mit

  • dem Institut für Kunstgeschichte,
  • dem Institut für den Nahen und Mittleren Osten,
  • dem Münchner Zentrum für Islam Studien (MZIS) und
  • der Deutsch-Türkischen Gesellschaft Bayern e.V. (DTG)

i.d.R. im Hauptgebäude der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU), Geschwister-Scholl-Platz 1, 80539 München, stattfinden, herzlich eingeladen:

Donnerstag, 21. Jan. 2010, 19 Uhr c.t., HS M 014
Dr Reingard Neumann (Münster): Schönheit aus 1001 Nacht – islamische Lackmalerei aus deutschen Museen und Bibliotheken

Die islamische Lackmalerei unterscheidet sich grundsätzlich von der ostasiatischen Lackkunst. Seit dem ausgehenden 15. Jahrhundert haben sich Lackobjekte aus dem islamischen Kulturkreis in zunehmender Anzahl erhalten. Allein in den Museen und Bibliotheken Deutschlands befinden sich über 700 Beispiele dieser Kunstgattung, die einen guten Überblick über die Entwicklung islamischer Lackmalerei bieten.

Frau Dr. Neumann hat orientalische Archäologie und islamische Kunstgeschichte in Halle und an der Humboldt-Universität Berlin studiert und über islamische Textilien promoviert. Sie hat zuletzt am Institut für Altorientalische Philologie und Vorderasiatische Altertumskunde an der Universität Münster gearbeitet und im Museum für Lackkunst Münster die große Ausstellung über Lackmalerei kuratiert, zu der sie den schönen Katalog herausgegeben hat (s. Besprechung Rs. 3/09). Für das Völkerkundemuseum in Leipzig bereitet sie eine Ausstellung mit Publikation zu islamischen Textilien vor.


Islamis- und Pluralismus

Artikel vom Samstag, 26. Dezember 2009 in Rubrik Vorträge

Sie und Ihre Freunde sind zu unseren Vorträgen, die in Zusammenarbeit mit

  • dem Institut für Kunstgeschichte,
  • dem Institut für den Nahen und Mittleren Osten,
  • dem Münchner Zentrum für Islam Studien (MZIS) und
  • der Deutsch-Türkischen Gesellschaft Bayern e.V. (DTG)

i.d.R. im Hauptgebäude der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU), Geschwister-Scholl-Platz 1, 80539 München, stattfinden, herzlich eingeladen:

Mittwoch, 13. Jan. 2010, 19 Uhr c.t., HS M 014
Prof. Dr. Matthias Rohe (Erlangen): Islamis- und Pluralismus: Raum und Grenzen der Meinungs- und Religionsfreiheit im islamischen Recht.

Prof. Rohe lehrt an der Juristischen Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg und ist Gründungsdirektor des Erlanger Zentrums für Islam und Recht in Europa und Mitglied der Deutschen Islam Konferenz. 2009 ist seine umfassende Darstellung „Das islamische Recht. Geschichte und Gegenwart“ im Beck Verlag erschienen.