Dresdner Teppichabende

Artikel vom 21. Februar 2015 zuletzt geändert am 21. August 2017

Die Dresdner Teppichabende wurden im Juni 2000 vom Dresdner Museum für Völkerkunde ins Leben gerufen. Unter der Leitung von Simone Jansen treffen sich seither regelmäßig Dresdner Teppichfreunde, um über Geschichte, Technik, Ästhetik und Klassifizierung von Teppichen zu sprechen.

Simone Jansen und ihre Gastreferenten aus der Textil- und Teppichfachwelt messen dem Lernen am Original einen besonderen Stellenwert bei. Soweit möglich, werden Objekte aus der Museumssammlung und den Sammlungen der Referenten gezeigt, oftmals ergänzt durch mitgebrachte Stücke engagierter Teppichfreunde. Die Teppichabende bieten jedem Interessierten die Möglichkeit, Grundkenntnisse über Teppiche und Textilien zu erwerben und einen Einblick in die materielle und funktionale Vielfalt dieses faszinierenden Kulturguts zu bekommen. Teilnahmegebühr 6,00 / 4,50 Euro.

Museum für Völkerkunde Dresden • Japanisches Palais • Palaisplatz 11, 01097 Dresden

Die nächsten Veranstaltungen (ausführliche Informationen unter www.skd.museum

Mittwoch, 06.Dezember 2017, 19 Uhr
Adventstee
Mit Simone Jansen, Dresden
Der Dresdner Teppichabend läd alle Interessierten zu einem herzlichen Kennenlernen und geselligen Miteinander im Advent ein.

Mittwoch, 18. Oktober 2017, 19 Uhr
„Vergiss die Blumen nicht am Straßenrand“
Anette Korolnik-Andersch, Carona (CH)
„Vergiss die Blumen nicht am Straßenrand“ – dieses Motto hat Anette und Marcel Kurolnik auf ihren zahlreichen Forschungsreisen zu Stammesgesellschaften nach Marokko über 20 Jahre begleitet. Als Mahnung, sich Zeit zu lassen. Als Aufforderung, den Blick auf das Ganze nie zu vergessen. Ab 1993 führten die Reisen in die Ebenen um Marrakesch zu den arabischen Stämmen, von 1998-2000 in den Antiatlas zu den Berbern. Es galt, anhand der Teppiche, Gewebe und Zeltkulturen mehr über die in Marokko lebenden Berber- und Araberstämme zu erfahren. Der Vortrag zeigt auch, wie die textilen Arbeiten dieser Regionen und Stämme unterschiedlicher nicht sein könnten.
www.anettekorolnik.com/coll

Donnerstag, 8.Juni 2017, 19 Uhr
Wiedergefundene osmanische Stickereien aus dem Besitz des Kunsthistorikers und Orientalisten Friedrich Sarre (1865-1945)
Dr.Friedrich Spuhler, Potsdam
Erste Begegnungen mit dem Orient schildert Sarre in seiner Reise in Kleinasien (1896). Er stellt darin auch seine damals erworbenen Stickereien vor. Fast ein Jahrhundert verging, bis eine Berliner Sammlerin verbliebene Stücke von Sarres Tochter erwarb. 2016 kamen sie schließlich in Berlin zur Versteigerung. Ein Großteil dieser Originale wird nun in Dresden vorgestellt.

Osmanische Stickerei

Mittwoch, 15. März 2017, 19 Uhr
Die großen Flachgewebe der Belutschen und ihrer Nachbarn
Jörg Affentranger, Basel (CH)
Bereits um 1955 gaben die nomadisierenden Belutschen die Herstellung ihrer traditionellen großen Flachgewebe auf. Durch Feldforschung ist es Jörg Affentranger gelungen, signifikante Merkmale dieser Textilien zu erfassen und die geographische und ethnische Herkunft zu ermitteln.

Flachgewebe der Barahui

Mittwoch, 7. Dezember 2016, 19 Uhr
ADVENTSTEE mit Simone Jansen
Beim geselligen Miteinander werden Erlebnisse und Erfahrungen rund um Teppiche und Textilien ausgetauscht. Die Dresdner Teppichfreunde laden alle interessierten auf ein herzliches Kennenlernen ein

Tibetteppich Sammlung Buddeberg

Tibetteppich Sammlung Buddeberg

Mittwoch, 5. Oktober 2016, 19 Uhr
Aus dem Land der Schneelöwen
Tibetische Teppiche sind ein Schwerpunkt der Tibetsammlung von Justyna und Michael Buddeberg, die von Dezember 2016 bis Juli 2017 im Münchner Museum Fünf Kontinente ausgestellt wird. Der Referent wird nicht nur die schönsten und wichtigsten Exemplare zeigen, sondern auch eine Vorschau auf den umfangreichen Katalog präsentieren. Dieser Katalog eröffnet erstmals einen Einblick in die raffinierte Struktur tibetischer Teppiche und behandelt weitere Themen der materiellen Kultur Tibets – Textilien, Schmuck, Möbel und eine wichtige Gruppe seltener Metallarbeiten.

 

Endkappe einer Thangkastange, wohl 15. Jh., Tibet-Sammlung Buddeberg

Endkappe einer Thangkastange, wohl 15. Jh., Tibet-Sammlung Buddeberg

Vortrag von Dr. Michael Buddeberg, Starnberg; der Referent ist Mitglied unserer Gesellschaft

Mittwoch, 1. Juni 2016, 19 Uhr
Feiner Faden, Farbpracht und Seidenglanz
Unter den Neuzugängen des Museums für Völkerkunde Dresden sind zahlreiche Seidentextilien aus den mittelasiatischen Oasenstädten. Im Original wird eine größere Auswahl präsentiert und einige kunstvolle Arbeiten aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert vorgestellt.
Vortrag von Simone Jansen

Mittwoch, 2. März 2016, 19 Uhr
So zottelig wie ein Pelz…
Knüpfarbeiten mit langem Flor und ihren archaisch anmutenden Motiven haben ein völlig anderes Erscheinungsbild als der typische, sogenannte Orientteppich aus städtischem Umfeld. Die zotteligen Textilien dienten oftmals als Schlafteppich.
Vortrag von Simone Jansen