Basiswissen Islam

Artikel vom 29. Juni 2016 zuletzt aktualisiert am 11. September 2018

Hier informieren wir über die Vorträge in München, die das Basiswissen über die islamische Welt vermitteln.
Alle weiteren Vorträge finden Sie >> hier

Ohne Titel von Shirin Neshat, mit freundlicher Erlaubnis der Künstlerin und der Gladstone Gallery, New York
„Ohne Titel“ von Shirin Neshat, mit freundlicher Erlaubnis der Künstlerin und der Gladstone Gallery, New York

Viele wissen zu wenig über die islamische Welt. Falsche oder unsinnige Grundannahmen führen dazu, dass wir der islamischen Welt heute meist entweder übertrieben freundlich oder übertrieben unfreundlich entgegentreten. Das ist nicht ungefährlich.
Dem unzureichenden Wissen über die islamische Welt setzen wir die soliden Antworten der Islamwissenschaft entgegen.

Die Vortragsreihe wurde von Prof. Dr. Andreas Kaplony, Lehrstuhl für Arabistik und Islamwissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München, und unserer Gesellschaft konzipiert.

Die erste Reihe im Wintersemester 2016/17 war überaus erfolgreich: wir konnten zu jedem Vortrag mehr als 600 Zuhörer begrüßen und beschlossen deshalb, die Reihe fortzusetzen. Die zweite Reihe konzipierte Prof. Dr. Ronny Vollandt. Inzwischen bereiten wir, diesmal wieder mit Prof. Dr. Andreas Kaplony, die dritte Reihe vor. Sie wird im WS 18/19 mit Beginn am 23. Oktober 2018 stattfinden und steht unter der Überschrift „Säulen des Islam“.

Alle Vorträge finden dienstags um 19:15 Uhr im Hörsaal B 201 des Hauptgebäudes der LMU statt;
sie sind öffentlich und unentgeltlich, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Sie erreichen das Hauptgebäude mit den U-Bahnlinien 3 und 6, Haltestelle Universität.

(Die Illustratonen zu den Texten stammen nicht von den Refernten)

————————————————————————————————————————————————–

Ramadan und andere islamische Feste: Ein Überblick

Prof. Dr. Andreas Kaplony (LMU München), Dienstag, 23. Oktober 2018
Nach einigen einleitenden Gedanken zur dritten Staffel der Vortragsreihe konzentrieren wir uns auf den Ramadan, den ganz besonderen Monat der Selbstbeschränkung und der Gemeinschaft.

In einem ersten Schritt gehen wir seiner komplexen Entstehung nach: Ramadan heisst ja „Hitze“ und doch wandert dieser Monat durch das natürliche Jahr – warum? Zweitens geht es um die praktische Ausgestaltung des Monats (mit den Tarawih-Übungen) und des einzelnen Tages, dann um die Nacht der Macht (Laylat al-qadr), die 10tägige Absonderung (al-I’tikaf) und das Fest des Fastenbreches (Id al-fitr). Und drittens bedenken wir die vielfältigen Einmischungen der modernen Staaten, die unter anderem Anfang und Ende festlegen und vorschreiben, wer fasten muss und wer nicht fasten darf.

Das Bekenntnis zum einen und einzigen Gott

Prof. em. Dr. Peter Antes (Universität Hannover), Dienstag, 30. Oktober 2018
Die öffentliche Diskussion in Deutschland vermittelt nicht selten den Eindruck, als handele es sich beim Islam um eine völlig andere Kultur, die nichts mit der jüdisch-christlichen zu tun habe. Die Muslime sehen dies ganz anders. Für sie ist der Koran die Fortführung und Vollendung der biblischen Offenbarung.

Der Vortrag wird daher die islamische Sicht der Offenbarungsgeschichte wiedergeben sowie Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den Aussagen der Bibel und des Koran behandeln. Er wird zeigen, welche Konsequenzen das Bekenntnis zum einen und einzigen Gott für den Umgang der Muslime mit Andersgläubigen hat und wie dieses Bekenntnis das Leben der Muslime im Diesseits wie im Jenseits prägt.

Das islamische Grundgebot der solidarischen Mildtätigkeit und seine politischen, sozialen und ökonomischen Verwendungen

Prof. Dr. Christoph K. Neumann (LMU München), Dienstag, 06. November 2018
Eines der fünf Grundgebote des Islam ist die milde Gabe, zakat. Sie ist die Wurzel verschiedener Steuern, die in islamischen Gemeinwesen erhoben werden. Darüberhinaus ist Mildtätigkeit ein Gebot, das den Gläubigen überhaupt betrifft. In der Geschichte vom Islam geprägter Gesellschaften stößt man deswegen ständig auf Praktiken, die als mildtätig begriffen werden. Der Vortrag wird sich nicht um eine normative oder theologische Beurteilung bemühen, welche dieser Praktiken „tatsächlich“ mildtätig waren, sondern nach einer Einführung in Vorstellungen von zakat und Begriffe wie sadaqa sich auf Praktiken der Patronage und vor allem der Frommen Stiftungen (waqf) konzentrieren. Im Mittelpunkt steht das Stiftungswesen, wie es sich im Osmanischen Reich in der Frühen Neuzeit und der Moderne entwickelte und so den ganzen Nahen Osten prägte. Ein kurzer Einblick in das heutige Stiftungswesen der Türkei schließt den Vortrag ab.

Hadsch: Islamisches Pilgern als äußere und innere Rückkehrreise

Dr. Sabrina Sohbi (LMU München), Dienstag, 13. November 20118
Der Muslim ist verpflichtet fünf Mal am Tag das rituelle Gebet zu verrichten. Dabei wendet er sich immer nach Mekka, das Ziel der Pilgerreise, die er einmal in seinem Leben durchführen sollte. Obwohl die Kaaba stets als Orientierungspunkt betrachtet wird, reicht eine einzige Reise im Leben dorthin aus, um die fünfte Grundpflicht des Islam zu erfüllen. Zwar handelt es sich nur um eine Reise, dennoch soll diese Reise das Leben des Pilgers völlig verwandeln. Er kehrt zurück zu einem Zustand „wie an dem Tag, an dem seine Mutter ihn geboren hat“, allein dadurch, dass er den Geburtsort des Islam und seines Propheten besucht. In diesem Vortrag wird der Hadsch als Mittel einer Rückbindung untersucht, welche auf geographischer und ritueller Ebene erfolgt, und den Pilger dabei an grundlegende historische, gesellschaftliche und spirituelle Erfahrungen der muslimischen Umma erinnert und ihn damit an die Religion des Islam und seine Gemeinschaft bindet.

Dschihad: Heiliger Krieg oder Mittel, die Welt vom Übel zu befreien?

Dr. Bettina Gräf (LMU München), Dienstag, 20. November 2018
Der Dschihad, die Anstrengung auf dem Weg Gottes, wird von manchen Interpreten als die sechste Säule des Islam bezeichnet. In diesem Vortrag werden wir sowohl der Entwicklung des Konzepts und seinen praktischen Anwendungen in der Vormoderne nachgehen als auch dessen Bedeutung in der Moderne ausleuchten. Welche Menschen „ziehen“ heute mit welchen Absichten in den Dschihad und wer ruft mit welcher Legitimität und welchen Gründen dazu auf? Anhand konkreter Beispiele werden wir der Vielfalt des Dschihad nachgehen, vor allem im 20. und 21. Jahrhundert unserer Zeitrechnung.

Gott und andere jenseitige Adressaten: Beten als Sprechen zum Jenseits

Dr. Urs Gösken (Universität Zürich), Dienstag, 27. November 2018
Beten kann als eine besondere Form des Sprechens angesehen werden. Eine bedeutende Besonderheit ist, dass es sich beim Gegenüber dieses Sprechens um Gott handelt. Im Islam kommt dem Beten als Form der Kommunikation von Mensch zu Gott vielleicht noch eine erhöhte Bedeutung dadurch zu, dass auch der Gottesdienst nicht wie im Christentum in einer Messe, sondern eigentlich auch nur in Gebet besteht. Allerdings gilt es, Unterschiede zwischen verschiedenen Formen des Betens zu unterscheiden: Da ist im Islam zum einen das eher formelhafte und an bestimmte Zeiten gebundene Ritualgebet. Dann gibt es variablere und situationsgebundene Anrufungen an Gott. Vom Gebet wiederum sind die Anrufungen und Segensformeln an den Propheten und – in der islamischen Schia – an die Imame zu trennen. All diesen Sprechakten gemeinsam ist aber, dass sie sich an jenseitige Adressaten richten. Der Vortrag geht auf die Eigenheiten und Unterschiede dieser Sprechakte ein, versucht aber auch, Gemeinsamkeiten unter ihnen und ihre religiösen Hintergründe herauszuarbeiten.

___________________________________________________________________________________

Körper im Visier: Zur Politisierung islamischer Praxis in Europa

Prof. Dr. Schirin Amir-Moazami (Freie Universität Berlin), Donnerstag, 9. November 2017

Islamische Körperpraktiken wie die Verschleierung, das rituelle Gebet oder auch die männliche Beschneidung sind in westeuropäischen Einwanderungsgesellschaften in den vergangenen Jahrzehnten vermehrt ins Visier öffentlicher Diskussionen geraten. Sie sind Gegenstand politischer Kontroversen, wissenschaftlicher Vermessungen und rechtlicher Regulierungen. Der Vortrag nimmt dieses geballte Interesse am Körper des Anderen zum Anlass, um eine Verschiebung der Fragerichtung anzuregen. Anstatt erneut den Motiven und Traditionen islamischer Körperpraktiken nachzuspüren, fragt der Vortrag, warum, unter welchen Bedingungen und mit welchen Beweggründen es in europäischen Öffentlichkeiten vermerkt zur wiederholten Markierung bestimmter Körper gekommen ist, welche Fragen wie gestellt werden und wie die Fragerahmungen das Sprechen ermöglichen oder begrenzen.

Die Scharia: Entstehungsgeschichte, Interpretationen und Kontroversen

PD. Dr. Christian Müller (Institut de recherche et d’histoire des textes, Paris), Donnerstag, 16. November 2017

Frommen Muslimen gilt die Scharia als eine Sammlung von Rechten und Pflichten, die sehr konkret den Alltag und das soziale Leben regelt: von der religiösen Praxis, Speisegeboten, Familien- und Erbrecht bis zu Strafbestimmungen. Hierbei kann Scharia als religiöse Pflichtenlehre oder aber als anzuwendendes Recht verstanden werden. Der Vortrag möchte genauer angeben, wie sich das Konzept der Scharia historisch entwickelte, auf welche Quellen sie gründet und was sie genau regelt. Hierbei bestehen neben dem Gegensatz zwischen Sunniten und Schiiten auch innerhalb des sunnitischen Islam Kontroversen zwischen traditionalen Rechtsschulen, deren wahhabitischen Gegnern sowie sich als frühislamisch proklamierenden Salafisten.

 

Die Situation der Christen im Orient heute

Prof. Dr. Martin Tamcke (Universität Göttingen), Donnerstag, 23. November 2017

Der Vortrag wird in einem ersten Schritt kurz einen Überblick über die mehr als zwanzig christlichen Konfessionen des Orients und ihr religiöses und ethnisches Profil geben. In einem zweiten Schritt wird kurz deren jüngere Geschichte als Verstehensgrundlage für gegenwärtige Optionen und Ausgangslagen skizziert, um im dritten Schritt die derzeitige Lage exemplarisch zu umreißen und die wichtigsten Fragen infolge der gegenwärtigen Situation zu erheben. Der vierte Schritt versucht abschließend die Bedeutung der Christen für den Mittleren Osten zu bestimmen und die Chancen, die es für ihren Verbleib in der oder für ihre Rückkehr in die Region geben könnte.

Islam in der Türkei und türkischer Islam

Prof. Dr. Christoph Neumann (LMU, München), Donnerstag, 30. November 2017

Für viele gläubige Muslime ist es eine Provokation vom „türkischen Islam“ zu sprechen, denn die Religion hat universalen Anspruch. Trotzdem: wie der Islam begriffen und gelebt wird, hat in der Türkei sehr spezifische Formen angenommen. Das hängt einerseits damit zusammen, dass die anatolischen Aleviten eine besondere Gemeinschaft sind, andererseits der sunnitische Islam seit der osmanischen Zeit eng in Verbindung mit dem Staat steht. Das prägt auch den Laizismus der Republik – bis heute, wo der Islam auch politisch eine wichtige Rolle spielt.

Einheit, Vielfalt, Toleranz: Der Umgang mit dem Anderen im Islam

Prof. Dr. Gudrun Krämer (Freie Universität Berlin), Donnerstag, 7. Dezember 2017

Die moderne, freiheitliche Gesellschaft ist stolz auf ihre Fähigkeit, mit ganz unterschiedlichen Überzeugungen und Lebensentwürfen friedlich umzugehen. Wichtige muslimische Gemeinschaften scheinen sich heute in eine andere Richtung zu bewegen. Der Islam sieht, wie andere Religionen auch, Einheit als Ideal. Zugleich entwickelten Muslime über die Jahrhunderte aber sehr unterschiedliche Vorstellungen vom rechten Glauben und vom richtigen Leben. Um die Spannung zwischen Einheit und Vielfalt und die Möglichkeiten von Toleranz und Anerkennung geht es in diesem Vortrag.

Der Koran, Gewalt im Koran – und wie damit umgehen?

Prof. Dr. Andreas Kaplony (LMU, München), Donnerstag, 14. Dezember 2017

Im ersten Teil des Vortrags lernen wir den Koran kennen, eines der weltweit einflussreichsten Bücher: Ort und Zeit seiner Entstehung, die innere Gliederung und seine zentralen Argumente. Zweitens geht es konkret um Gewalt im Koran: die Androhung von Gewalt allem Schlechtem gegenüber, die Beschreibung von Gottes Wirken in Natur und Geschichte, die Darstellung der Hölle und die gelegentlichen emotionalen Ausbrüche. Drittens denken wir darüber nach, wie man mit diesen Gewaltszenarien umgegangen ist und heute umgeht. Wir schließen mit einigen konkreten Empfehlungen.

———————————————————————————————————————————–

27. Oktober 2016, Hörsaal M 018
Die Vielgestaltigkeit der Islamischen Welt: ein Überblick
Prof. Dr. Andreas Kaplony, LMU München

Die Islamische Welt ist in sich reich gegliedert, reicht sie doch von Marokko bis  China und Indonesien und vom Balkan bis  Nigeria und Tansania – und dazu kommt die Diaspora in Amerika und Europa. Der Vortrag gibt einleitend einen gewichteten Überblick über die grossen Sprach- und Kulturfamilien, bespricht die vier wichtigsten, ganz verschiedenen Arten des heutigen Islams und erklärt schliesslich, welche Rolle (neben den häufig nur schlecht funktionierenden Staaten) die ethnisch-religiösen Verbände spielen.

3. November 2016, Hörsaal B 201
Der Koran und die Bibel: zwei (un)gleiche Offenbarungsschriften
Prof. Dr. Ronny Vollandt, LMU München

Der Koran versteht sich selbst als das letzte vollkommene Glied in einer
Kette göttlicher Offenbarungen. Er ist sich seiner Anbindung an die
beiden früheren monotheistischen Religionen (Judentum und Christentum)
wohlbewusst und spielt auf Erzählungen und Protagonisten der
Vorgängerreligionen und deren Offenbarungsschriften absichtlich an. Wie
also kommen Kain und Abel, Joseph und seine Brüder, oder Moses und
Aharon in den Koran?

10. Nov. 2016, Audimax A 030
Von Marokko bis Uzbekistan: wer sind eigentlich die Araber?
Prof. Dr. Andreas Kaplony, LMU München

aus: Gustave le Bon, La Civilisation des Arabes, Paris 1884
aus: Gustave le Bon, La Civilisation des Arabes, Paris 1884

Dauernd in den Medien, ist die Arabische Welt doch bei uns so gut wie
unbekannt. Der Vortrag gibt einen Überblick über die fünf Teile der
Arabischen Welt und behandelt die Herkunft der Araber. Wir nennen die
Gründe für den Aufstieg des Arabischen zu einer Weltsprache (und des
Islams zu einer Weltreligion) und gehen auf die besondere Rolle des
Arabischen als Leitsprache der Islamischen Welt ein. Abschliessend
erhalten Sie anhand der vielen arabischen Wörter im Deutschen einen
Einblick in die Struktur der arabischen Sprache.

Der Kadi
Der Kadi

 

fiel leider aus!

17. November 2016, Audimax A 030
Das Islamische Recht: der Kern der islamischen Kultur?
Dr. Sabrina Sohbi, LMU München

„Islamisches Recht“ ist die Übersetzung von mindestens zwei arabischen Begriffen: „Scharia“ und „Fiqh“, umfasst also religiöse, juristische, ethische und kulturelle Aspekte. Können wir da voneinem einheitlichen Rechtssystem sprechen?

 24. November 2016, Audimax A 030

Islamismus, Salafismus, Dschihadismus: ein Überblick
Dr. Guido Steinberg, Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin

sala_000008

Der heutige Islamismus ist das Ergebnis von Reformbestrebungen in der arabischen Welt und in Südasien, die schon im 18. Jahrhundert einsetzen.
Guido Steinberg gibt einen historischen Überblick über die wichtigsten Bewegungen des 18. und 19. Jahrhunderts und schildert die Entstehung und Geschichte der Muslimbruderschaft in Ägypten und anderen Ländern. So zeigt er auf, wie islamische Reform in den letzten Jahrzehnten in den
Aufstieg der Salafisten mündet und die Jihadisten von al-Qaida und dem IS in den Jahren seit 2001 Weltgeschichte schreiben.

 

01. Dezember 2016, Audimax (030)

Politiken des Schleiers in der arabischen Welt
Lic. Sahra Farag, Universität Zürich

Vor der Mauer der früheren US Botschaft in Teheran (phot. Sophia Hackel 10/16)
Vor der Mauer einer Kirche in Teheran (phot. Sophia Hackel 10/16)

Verschleierung von Frauen – ob Kopftuch oder Burka – führt in westlichen Ländern regelmässigzu politischem Streit. Wie aber sieht die Situation in arabischen Ländern aus? Welche Praktiken der Verschleierung existieren dort? Und wer streitet aus welchen Gründen darüber? Der Vortrag soll einen Überblick über die neuere Geschichte und die aktuelle Situation geben.

08. Dezember 2016, Audimax A 030
al-Qaida, der „Islamische Staat“ und die Utopie des islamischen Kalifats
Dr.des. David Arn (LMU München)

Das „Islamische Kalifat“ des IS gilt als Inbegriff einer islamistischen
Terror-Herrschaft. Was aber hat es mit der Wiederbelebung dieser
islamischen Herrschaftsform auf sich? Warum beabsichtigen
dschihadistische Gruppierungen wie die Qaida oder der IS die Etablierung
dieses Kalifats? Und inwiefern stimmen deren Vorstellungen mit dem
historischen Kalifat überein? Vor diesem historischen Hintergrund möchte
der Vortrag Anspruch und Wirklichkeit des IS-Kalifats beleuchten.

_____________________________________________________

Ajad, aus einer Portraitserie, 2016, mit Text aus den Ghaselen des Qasem Anwar; mit freundlicher Erlaubnis des Portraitierten und der Photographin Sophia Hackel
Ajad, aus einer Portraitserie, 2016, mit Text aus den Ghaselen des Qasem Anwar;
mit freundlicher Erlaubnis des Portraitierten und der Photographin Sophia Hackel

Alle Vortragsreihen wenden sich ausdrücklich an die breite Öffentlichkeit, an Menschen aller Religionen und Weltanschauungen; die Vorträge sind für jeden verständlich. Und zur Repetition dürfen auch unsere Studenten gerne kommen …

Alle Vorträge können etwa eine Woche nach dem Termin unter https://videoonline.edu.lmu.de/
angesehen werden; Stichwort Basiswissen Islam.

Kontakte
– LMU: Prof. Dr. Andreas Kaplony, andreas.kaplony@lmu.de
www.naher-osten.lmu.de

– Gesellschaft der Freunde:
Max Leonhard, mamoleonhard@web.de
oder Werner Joseph Pich, gdf@wpich.eu
www.freunde-islamischer-kunst.de