Sinnbilder politischer Autorität? Frühsasanidische Städtebilder im Südwesten Irans

Artikel vom 7. Mai 2019

Anahita Mittertrainer M.A.
Museum Fünf Kontinente/München
Vortrag am Mittwoch, 15. Mai 2019, 19 Uhr

Die Taten der sasanidischen Könige gehören zu den beliebtesten Themen der Historiografie des mittelalterlichen Iran und königliche Stadtgründungen nehmen in den Berichten der arabisch-persischen Geografen einen prominenten Platz ein. Diese Neugründungen und ihr Umland wurden aktiv im Sinne des neuen Herrschergeschlechts gestaltet und sie prägten, gerade in der Anfangsphase, entscheidend die Entwicklung der räumlichen, baulichen und bildlichen Formensprache des neu anzulegenden Reichs. Der Vortrag zeigt anhand der sasanidischen Stadtgründungen Ardashir-Xwarrah und Bishapur auf, was die Archäologie zur Frage nach dem Verhältnis zwischen den Städten und Herrschern beitragen kann und beleuchtet den Einfluss der sasanidischen Bauwerke auf die nachfolgende islamische Architektur. 
Anahita Mittertrainer, *1989, studierte Vorderasiatische Archäologie in München, Istanbul und Berlin und absolvierte während ihres Promotionsstudiums an der LMU München Forschungsaufenthalte an der University of California, Berkeley sowie am Oriental Institut der University of Chicago. Sie war an archäologischer Feldarbeit u. a. in Armenien, Saudi Arabien, Georgien, Iran und Usbekistan beteiligt. Seit März 2019 ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Islamischer Orient des Museums Fünf Kontinente.
Eintritt frei