Annemarie Schimmel-Preis
Die Gesellschaft verleiht etwa alle zwei Jahre den von ihr gestifteten Annemarie Schimmel-Preis.

Frau Professor Annemarie Schimmel
Der Preis honoriert herausragende Arbeiten junger Wissenschaftler, die sich mit der Kunst und Kultur der islamischen Welt befassen.
Die Gesellschaft ehrt damit auch ihr am 26. Januar 2003 verstorbenes Ehrenmitglied
Frau Professor Dr. Dr. Dr. h.c. mult. Annemarie Schimmel
und wird zugleich dem großen Anliegen der bedeutenden Orientalistin gerecht, “den Blick auf die kulturellen Werte des Islam zu richten”, um der Verwechslung des Islam mit dem modernen Fundamentalismus zu begegnen.
Wir veranstalten die Preisverleihung in Zusammenarbeit mit den fachnahen Instituten der LMU, dem Münchner Zentrum für Islamstudien (MZIS) und mit freundlicher Unterstützung des Verlages C. H. Beck, München. Die Ausstattung des Preises mit – grundsätzlich – 1500 Euro wird von privaten Spendern ermöglicht.
- Den Preis erhielt am 23. Januar 2008 zum ersten Mal während einer Feierstunde in der Ludwig-Maximilians-Universität, München,
Frau Dr. Sonja Mejcher-Atassi, Beirut
für Ihre Dissertation, Faszination Buch. Moderne arabische Literatur und Kunst im Austausch. Nach einer Begrüßung durch den Ersten Vorsitzenden der Gesellschaft, Herrn Max Leonhard, sprach Herr Dr. Ulrich Nolte (Verlag C.H.Beck) über seine Begegnung mit Annemarie Schimmel. Die Laudatio hielt Herr Professor Dr. Claus-Peter Haase, Direktor des Museums für Islamische Kunst Berlin. Danach stellte die Preisträgerin in einem Vortrag ihre Arbeit vor.
- Zum zweiten Mal wurde der Preis am 8. Februar 2010 während einer Veranstaltung im Staatlichen Museum für Völkerkunde, München, an
Herrn Christoph Knüttel M.A., München
übergeben. Der junge Wissenschaftler hat sich am Institut für den Nahen und Mittleren Osten der LMU mit der in der Wissenschaft nicht gänzlich geklärten Gestalt der Stadt Bagdad beschäftigt. Herr Professor Dr. Claus-Peter Haase würdigt in seiner Laudatio nicht zuletzt die Courage von Herrn Knüttel, nach eingehenden Studien zeitgenössischer Textquellen ein von der bisherigen Sichtweise abweichendes Bild der Stadtgestalt zu entwerfen. Der Preisträger stellte seine Arbeit unter dem Titel Bagdad – von Gott geschenkt. Die Stadt der Könige und Kalifen in einem Referat vor.
- Die dritte Preisverleihung findet am Montag, dem 23. Januar 2012 um 19 Uhr im Internationalen Begegnungszentrum der Wissenschaft (IBZ), Amalienstraße 38 in 80799 München statt. Der diesjährige Preisträger ist
Herr Dr. Matthias Graf, Bern
dessen Dissertation über die Popmsik Ägyptens und des Libanon aus dreizehn eingereichten Arbeiten, die ganz überwiegend ein hohes Niveau erreichten, als preiswürdig ausgewählt wurde. Der 35-jährige Wissenschaftler ist nach seinem Studium in Kairo und Bern seit 2006 als Sprachassistent für Arabisch am Institut für Islamwissenschaft und neuere Orientalische Philologie der Universität Bern tätig.
Die Laudatio hält Herr Professor Dr. Andreas Kaplony, Ordinarius für Arabistik und Islamwissenschaft am Institut für den Nahen und Mittleren Osten an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Nach der Preisverleihung spricht Matthias Graf in seinem Vortrag über das Thema „Exkursion in die Text- und Klangwelten der Popmusik Ägyptens und des Libanon”.
Die Feierstunde wird umrahmt mit Musik auf der Oud und Tabla durch den Preisträger. Die Gesellschaft lädt anschließend zu einem kleinen Empfang.
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