Kommende Events

Artikel vom 17. Juni 2026 aktualisiert am 22. August 2026

Donnerstag 24. September
Aştî Behr-Omar, Berlin: Bildung als Widerstand, Kunst als Erinnerung: Eindrücke aus Syrien                 

Der Referent ist Projektleiter bei der deutsch-syrischen Solidaritäts- & Menschenrechtsorganisation „Adopt a Revolution“. In seinem Vortrag behandelt er Fragen von der Wahrung des Menschenrechts auf Bildung unter extremsten Bedingungen bis hin zur kulturellen Aufarbeitung von Traumata: Er zeigt auf, wie die syrische Zivilgesellschaft Widerstand leistet – indem sie nicht nur überlebt, sondern auch bewusst eine demokratische Zukunft gestaltet.
18:15Uhr, Veterinärstr 1, Raum 009

Donnerstag 8. Oktober

Prof. Dr. Leila Rahimi Bahmany, LMU München: Die Dichterin Forough Farrokhzad – Poetik und Wahnsinn in der iranischen Moderne

Forough Farrokhzad (1935–1967) gilt bis heute als die bekannteste und ikonoklastischste Dichterin des modernen Iran. Durch Übersetzungen in zahlreiche Sprachen hat ihre Lyrik weit über den persischsprachigen Raum hinaus internationale Resonanz gefunden. Wie viele Frauen ihrer Generation gerät auch Farrokhzad in einen Zustand dessen, was häufig als weiblicher Wahnsinn bezeichnet wurde. Der Vortrag zeigt jedoch, dass dieser vermeintlich feminine Wahnsinn vielmehr als Ausdruck eines umfassenderen gesellschaftlichen Wahnsinns der Epoche zu lesen ist.

Frau Prof. Dr. Leila Rahimi Bahmany ist seit 2025 Gastprofessorin für Iranistik am Institut des Nahen und Mittleren Ostens der LMU.
18:15Uhr, Veterinärstr 1, Raum 009

Donnerstag 5. November

Christian Erber, München: „Ein Blütenstern kommt selten allein – Stickereien aus den Oasenstädten Zentralasiens“

Unter Verwendung von etwa 80 Folien wird Christian Erber in einer powerpoint Präsentation über diese Stickereien — mit einem kleinen Exkurs zu der Region, in der diese SUZANIS entstanden sind — berichten und die Faszination aufzeigen, die von diesen textilen Kunstwerken ausgeht.

Christian Erber ist Mitbegründer der Gesellschaft der Freunde Islamischer Kunst und Kultur und war lange im Vorstand der Gesellschaft tätig.
18:15Uhr, IBZ, Amalienstr. 38

Samstag 07. November

Workshop Ebrukunst – Marmoriermalerei

Ebru ist die Jahrhunderte alte Kunst des Malens auf Wasser im orientalischen Kulturraum und verbindet Kreativität mit Achtsamkeit. In diesem Kurs entdecken Sie die Grundlagen dieser traditionellen Technik. Schritt für Schritt lernen Sie den Umgang mit Farben und Werkzeugen; aus sanften Bewegungen entstehen einzigartige Muster. Dabei entstehen ausdrucksstarke Bilder mit fließenden Formen und harmonischen Farbkompositionen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Herzliche Einladung zur Teilnahme auch für Nicht Mitglieder!

Kursleitung Herr Faruk Demir,
Teilnahmegebühr p. P. € 15.-, Mindestteilnehmerzahl 8 Personen.

Verbindliche Anmeldung bis 15.9. bei Doris Behr, tel. 089  28 80 67 63 oder vorstand@freunde-islamischer-kunst.de.

11 – 15 Uhr, IBZ, München, Amalienstr. 38

Samstag 07. November

Mandana Bender – Buchmalereien im Museum Fünf Kontinente

Frau Bender lädt ein zu einer besonderen Führung im Museum Fünf Kontinente zu Buchmalereien.

11 Uhr, Museum Fünf Kontinente

Donnerstag 26. November

Dr. Hayk Martirosyan, Potsdam: Humanismus und christliche Barmherzigkeit – Geschichte der deutschen Missionen für die Armenier im Osmanischen Reich 1896–1919

Auf die in den Jahren 1894–1896 im Osmanischen Reich an den Armeniern verübten Massaker reagierten die deutschen Missionen sowie die deutsche Öffentlichkeit mit einem beispiellosen Ausmaß an christlicher Barmherzigkeit. Die deutschen Missionen gründeten für die Armenier im Osmanischen Reich moderne Waisenhäuser, Schulen, Krankenhäuser und Werkstätten. Ab 1915 waren sie Zeugen des Völkermordes an den Armeniern. Trotz der Vernichtungspolitik des Osmanischen Reiches, einem verbündeten des Deutschen Kaiserreiches im Ersten Weltkrieg, gelang den deutschen Missionaren weitgehend, ihre christliche Nächstenliebe nochmal zu beweisen und ihre Missionsstationen in den Inseln des Humanismus und der Rettung zu verwandeln. Dr. Hayk Martiyosyan ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Forschungseinrichtung Lepsiushaus, Potsdam.
18:15Uhr, Veterinärstr 1, Raum 009

Donnerstag 10. Dezember

Johanna Moussian, M.A. Wien: „Der Mihrab – Die Entstehung der Gebetsnische in der islamischen Sakralarchitektur“

Der mihrab gehört heute zu den prägendsten Elementen islamischer Sakralarchitektur. Doch wann und warum entstand die Gebetsnische in ihrer heute bekannten Form? Der Vortrag untersucht ihre Entstehung und frühe Entwicklung unter den Umayyaden und hinterfragt dabei die verbreitete Annahme, dass ihre Funktion primär in der Orientierung der Betenden lag. Anhand ausgewählter frühislamischer Bauten wird der mihrab vielmehr als symbolisch und politisch aufgeladener Ort betrachtet, der im Kontext religiöser, kultureller und herrschaftlicher Transformationsprozesse eine zentrale Rolle spielte.

Frau Moussian absolvierte ihr Bachelorstudium der Kunstgeschichte an der Uni Tübingen von 2018-2022; Masterstudium Kulturmanagement PH Ludwigsburg 2022-2025. Aktuell ist sie im Masterstudium Kunstgeschichte an der Uni Wien.
18:15Uhr, Veterinärstr 1, Raum 009